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                           Archiv                               2006 - Kabale und Liebe - Friedrich Schiller

 

 

 

Die Tragödie ,,Kabale und Liebe” von Friedrich Schiller handelt von der Problematik einer Liebe zwischen zwei Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsständen und zeigt, wie zerstörend schwierige Umstände gekoppelt mit einer Intrige darauf wirken können.

Ferdinand, der 21jährige Sohn des Präsidenten von Deutschland, ist bis über beide Ohren verliebt in die 16jährige Musikertochter Luise Miller, das dessen Vater gar nicht passt, da er sich um seine Tochter sorgt und der Beziehung keine Chance gibt. Der Sekretär des Präsidenten, Wurm, hat ein Auge auf Luise geworfen und verrät daher dem Präsidenten von dem unerhörten Verhältnis. Der ohnehin listige Präsident, der auch nur durch Mord an seinem Vorgänger an seine Position gelangt ist,  beschließt, Ferdinand mit Lady Milford zu verheiraten. Daraufhin gibt Luise alle Hoffnung für die Liebe mit Ferdinand auf, wohingegen dieser bereit ist, dafür zu kämpfen und alles andere aufzugeben. Die Lady, die sehr gern Ferdinand heiraten möchte, von der er aber mehr als abgeneigt ist, wie auch der Präsident, entschlossen, die Beziehung zu zerstören. Zu allem Übel lässt der Präsident Luises Eltern gefangen nehmen und diese kommt unter den bestehenden Umständen mit der Beziehung zu Ferdinand nicht klar und beendet sie. Er aber glaubt, sie habe einen anderen, was ihm durch die Intrige, die Wurm spinnt um die beiden auseinander zu bringen scheinbar auch bestätigt wird: Wurm zwingt Luise, einen Liebesbrief an den Hofmarschall, mit dem sie eigentlich gar nichts zu tun hat, zu schreiben, indem er ihr erzählt, die völlige Beendung ihrer Beziehung zu Ferdinand in jeder Hinsicht sei die einzige Möglichkeit, ihren Vater vor einem Prozess um Leben und Tod zu bewahren. Außerdem muss sie einen Eid auf die Bibel ablegen, dass sie den Betrug niemals verraten wird. Der Hofmarschall, der mit in die Intrige eingebunden ist, lässt Ferdinand den Brief finden, welcher daraufhin, schrecklich enttäuscht und fassungslos, den Schwindler zu einem Pistolenduell herausfordert. Angesichts der drohenden Gefahr in Form des aufgebrachten betrogenen Liebhabers versucht der Hofmarschall den Schwindel aufzuklären, dies zwar ohne Erfolg, aber mit dem Glück, verschont zu bleiben. Als Ferdinand seinem Vater von dem sogenannten Betrug seiner Geliebten erzählen will, gibt dieser ihm merkwürdigerweise den Segen für die Beziehung. Luise macht inzwischen auch Bekanntschaft mit der Lady, die ihr schwört, die Beziehung zu zerstören, sich aber sofort wieder für das ,was sie ihr in Rage angedroht hat, entschuldigt. Doch Luise sagt der Lady, sie solle Ferdinand ruhig nehmen und droht gleichzeitig mit Selbstmord, woraufhin auch die Lady Ferdinand entsagen und das Land verlassen will, weil sie sich damit zu sehr in ihrer Ehre gekränkt fühlt. Wie auch Luise und ihr Vater beschließt Ferdinand, Deutschland zu verlassen, nachdem seine große Liebe, verzweifelt wie sie ist, zugibt, den Brief geschrieben zu haben, da sie Eid darauf ablegen musste, den Schwindel nie auffliegen zu lassen. Der ebenso verzweifelte und zutiefst gekränkte Ferdinand will sie töten, schenkt aber ihrem Vater zuvor noch sehr viel Geld und schickt ihn zum Hof, wo er ihn angeblich entschuldigen soll, da er nicht zur Tafel erscheinen kann. Dieser Vorwand ermöglicht es Ferdinand, ungestört mit Luise zu sein. Diese trinkt unwissend aus einem Glas mit vergifteter Limonade und ist noch immer nicht bereit, den Eid zu brechen. Auch Ferdinand trinkt von dem Gift und endlich, im Sterben, erzählt Luise die Wahrheit über den Brief an den Hofmarschall, doch da ist es schon zu spät. Ferdinand, der von dem Gift vorerst nichts merkt, stellt seinen Vater zur Rede, welcher Wurm die Schuld an Luises Tod gibt. So beschließt der Sekretär, den Mord an des Präsidenten Vorgänger nicht länger geheim zu halten. Der Präsident bittet seinen Sohn um Verzeihung, doch dieser scheidet lediglich mit einem letzten Drücken der väterlichen Hand, jedoch ohne diesem noch einen Blick zu schenken, dahin. Das Spiel endet mit der Verhaftung des Präsidenten.

 

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